Archiv der Kategorie: News

Neuartige Behandlungsoptionen für die Behandlung von Endometriumkarzinomen im fortgeschrittenen Stadium

Neuartige Behandlungsoptionen für die Behandlung von
Endometriumkarzinomen im fortgeschrittenen Stadium

In dieser Sonderpräsentation von IGCS Advances & Updates erzählt Linda Ryan, eine Überlebende von metastasiertem rezidivierendem Gebärmutterhalskrebs und Verfechterin der Patientenforschung, ihre Geschichte und Erfahrungen mit klinischen Studien. Zu Linda gesellt sich ihr gynäkologischer Onkologe Dr. Shannon Westin, Professorin für gynäkologische Onkologie am MD Anderson Cancer Center der University of Texas in Houston, Texas. Hören Sie Linda und Dr. Westin zu, während sie über aktuelle Zulassungs- und Therapieoptionen für Patienten mit rezidivierendem Gebärmutterhalskrebs sprechen.

Quelle: https://igcs.org/educational-webinars/

ASCO-Ergebnisse zum Endometriumkarzinom

ASCO-Ergebnisse zum Endometriumkarzinom

Gestern fand das 26. NOGGO-Update zur gynäkologischen Onkologie statt, bei dem wichtige Studien zum Endometriumkrebs von der ASCO 2025 vorgestellt wurden. Wir waren vor Ort und möchten die wichtigsten Erkenntnisse teilen:

DUO‑E‑Studie – ctDNA als wichtiger Marker

Die DUO‑E‑Studie hatte bereits 2024 gezeigt, dass die Kombination aus Chemotherapie, Durvalumab und Olaparib das Fortschreiten der Erkrankung sowohl bei Mismatch-Repair-defizienten (dMMR) als auch bei –fähigen (pMMR) Patientinnen deutlich verbessert hat. Eine aktuelle Analyse des zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) bestätigt nun:

  • Patientinnen mit hohem ctDNA-Niveau zu Beginn haben ein höheres Rezidivrisiko.

  • Bei allen behandelten Frauen sank das Level der ctDNA unter der Kombinationstherapie stärker im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

  • Besonders die Zugabe von Durvalumab führte zu einer schnellen ctDNA-Reduktion und hielt sie in der Erhaltungsphase niedrig.

  • Die zusätzliche Gabe von Olaparib in der Erhaltung hatte bei pMMR-Patientinnen einen weiteren positiven Einfluss auf die Reduktion von ctDNA.
    Das zeigt, dass die Therapie nicht nur das Fortschreiten hinauszögert, sondern auch nachweisbar Tumorlast reduziert .

RUBY‑Studie – Dostarlimab plus CTX bestätigt Nutzen

Erweiterte Auswertungen der RUBY-Studie zeigen, dass die Kombination aus Dostarlimab und Chemotherapie sowohl bei fortgeschrittenem als auch rezidivierendem Endometriumkrebs einen langanhaltenden klinischen Vorteil bringt:

  • Die Zeit bis zur ersten Therapieunterbrechung (TFST) und der Gesamtüberlebensvorteil konnten verlängert werden – unabhängig vom Mismatch-Status (dMMR oder pMMR).

  • Auch die Lebensqualität litt nicht unter der Immuntherapie – im Gegenteil: Patientinnen erholten sich in vergleichbarer Zeit wie unter Standardtherapie .
    Damit wird Dostarlimab plus Chemotherapie klar als neuer Standard bestätigt.

Phase‑2-Studie – Letrozol, Abemaciclib & Metformin

In einer kleineren Studie bei Östrogenrezeptor-positivem, rezidivierendem Endometriumkrebs erreichte die Kombination Letrozol + Abemaciclib + Metformin eine objektive Ansprechrate (= Anteil der Patientinnen, bei denen ein Tumor nachweislich kleiner wird oder ganz verschwindet) von 32 %. Die durchschnittliche Zeit, in der die Krankheit nicht voranschritt (PFS) lag bei 19,4 Monaten, und keine Patientin musste die Therapie wegen Nebenwirkungen abbrechen .
Das deutet auf einen sicheren und wirksamen neuen Therapieansatz hin – auch wenn eine Kostenübernahme durch Krankenkassen noch geprüft werden muss.

EXPRESSION XI – Umfragestudie

Die EXPRESSION XI-Studie zeigte ganz klar: Patientinnen wünschen sich strukturierte Nachsorgeangebote, vor allem zu Ernährung während der Therapie und sportlicher Aktivität danach. Das stärkt den Ruf nach gezielten Lifestyle-Programmen als fester Teil der Nachsorge.

Fazit für Patientinnen & Kliniken

Die vorgestellten Studien untermauern zentrale Fortschritte:

  • DUO‑E: Molekulare Tumorlast lässt sich durch Therapie messen – ein Schritt zu individueller Steuerung.

  • RUBY: Dostarlimab plus Chemotherapie bewährt sich als neue Standardbehandlung – wirksam und lebensqualitätsfreundlich.

  • Letrozol-Kombination: Zeigt vielversprechende Aktivität bei ER-positivem, rezidivierendem Endometriumkrebs.

  • Lifestyleprogramme: Sind wichtig für Patientinnen und sollten stärker im Versorgungssystem verankert werden.

Trotz dieser Entwicklungen gibt es aktuell noch keine Änderungen bei den Leitlinien. Die Daten sind aber vielversprechend und ebnen den Weg für zukünftige Therapieoptionen.

Prof. Sehouli von der Charité: Neue Therapiemöglichkeit für Endometriumkrebs-Patientinnen

Prof. Sehouli von der Charité: Neue Therapiemöglichkeit
für Endometriumkrebs-Patientinnen

Mutmachende Neuigkeiten für Betroffene mit Gebärmutterkrebs: In wenigen Wochen erweitert sich das Behandlungsspektrum. Frauen mit primärem fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom können künftig durch die Wirkstoffe Durvalumab und Olaparib behandelt werden.

Grundlage dieser neuen Therapiemöglichkeit sind die Ergebnisse aus der Phase-III-Studie DUO-E. Die Studie wurde im Rahmen der ENGOT (Netzwerk Europäischer Studiengruppen) und in Deutschland durch die NOGGO koordiniert (www.noggo.de).

Die Studie untersuchte den Einsatz von Durvalumab (einem neuartigen Checkpoint-Hemmer) und Olaparib bei Gebärmutterkrebspatientinnen. Bisher wurde Olaparib nur bei bestimmten Patientinnen mit Eierstockkrebs und Brustkrebs eingesetzt. Nach der Studie DUO-E kann nun als Erstlinienbehandlung Durvalumab plus Chemotherapie, gefolgt von Durvalumab und Olaparib bei Patientinnen mit Mismatch-Reparatur-fähiger (pMMR) Erkrankung empfohlen werden sowie Durvalumab plus Chemotherapie, gefolgt von Durvalumab allein, für Patientinnen mit Mismatch-Reparatur-defizienter Erkrankung (dMMR). Der Mismatch-Status bestimmt die Reparaturfähigkeit der Tumorzellen im Tumorgewebe.

Beide Therapien zeigten in der Studie eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Die Empfehlung zur Zulassung erfolgte durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Dieses Ergebnis und die daraus resultierende neue Behandlungsoption sind ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig die Teilnahme an Studien ist.

Neue Hoffnung für Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Neue Hoffnung für Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Eine neue Studie von Karyopharm Therapeutics bietet vielversprechende Ergebnisse für Frauen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem TP53 Wildtyp-Endometriumkarzinom. Die SIENDO-Studie, präsentiert auf der ASCO-Jahrestagung 2024, untersucht die Wirkung von Selinexor als Erhaltungstherapie.

Ergebnisse der Studie:

  • Progressionsfreies Überleben (PFS): Patientinnen, die Selinexor erhielten, zeigten eine mediane PFS von 28,4 Monaten im Vergleich zu 5,2 Monaten bei der Placebogruppe.
  • Spezifische Untergruppen: Für TP53 Wildtyp/pMMR-Patientinnen betrug die mediane PFS 39,5 Monate (Selinexor) vs. 4,9 Monate (Placebo).
  • Lebensqualität: Die Q-TWiST-Analyse zeigte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität und -dauer bei Selinexor-behandelten Patientinnen.

Sicherheit: Keine neuen Sicherheitssignale wurden festgestellt. Die häufigsten Nebenwirkungen waren leichte bis mittelschwere Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Dr. Reshma Rangwala von Karyopharm betont, dass diese Ergebnisse Selinexor als potenzielle neue Standard-Erhaltungstherapie positionieren könnten. Eine weitere Phase-3-Studie wird folgen, um diese vielversprechenden Ergebnisse zu bestätigen.

Für mehr Informationen und Details zur Studie besuchen Sie bitte die Website von Karyopharm hier.

Krebspodcast für Ärzt:innen – Endometriumkarzinom – ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz

Krebspodcast für Ärzt:innen – Endometriumkarzinom –
ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz

Neue Folge: der Krebs-Podcast mit Dr. med. Robert Armbrust und Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli. Im Gespräch geht es um das Endometriumkarzinom – ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz.

Diese Podcast-Folge ist speziell für Ärzt:innen.

Jetzt reinhören:
https://www.krebs-podcast.de/podcasts/endometriumkarzinom-ein-tumor-mit-steigender-inzidenz/

Gebärmutterkörperkrebs: Was ist heute die beste Therapie? Was sind die neuesten Studien? Vortrag von Dr. Robert Armbrust

Gebärmutterkörperkrebs: Was ist heute die beste Therapie?
Was sind die neuesten Studien? Vortrag von Dr. Robert Armbrust

Im Rahmen des Studientages 2023 hält Dr. Robert Armbrust von der Charité Berlin einen Vortrag den besten Therapien und neuesten Studien zum Gebärmutterkörperkrebs.

Der Studientag für Patientinnen und Angehörige fand am 07.02.2023 statt und war eine Veranstaltung der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs, des Studienportals Gyn und des Forum Gyn Onkologie in Kooperation mit: NOGGO e.V., Deutsche Sarkom-Stiftung, AGO Studiengruppe, Europäisches Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs, Survivorship Clinic, Institut für Klinische Krebsforschung, Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e.V., MammaMia!, Yes we can!cer, Thea-App, Focus Me-App und Das K-Wort. Mit Unterstützung von: AstraZeneca, MSD, Pharmamar und Roche.