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ESMO 2026: Neue Studienergebnisse bei fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs

Neue Studienergebnisse beim fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Endometriumkarzinom

Auf dem ESMO-Kongress 2026 wurden zwei wichtige Phase-III-Studien zu fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs vorgestellt. Während die Studie TroFuse-005/ENGOT-en23 eine neue Antikörper-Wirkstoff-Konjugat-Therapie (ADC) bei bereits vorbehandelten Patientinnen untersuchte, ging es in KEYNOTE-C93/ENGOT-en15 um den Einsatz einer Immuntherapie als erste Behandlung bei Tumoren mit einer bestimmten molekularen Eigenschaft. Die Ergebnisse geben Einblicke in neue Behandlungsmöglichkeiten für unterschiedliche Patientinnengruppen.

TroFuse-005/ENGOT-en23: Sacituzumab Tirumotecan nach vorheriger Behandlung

Bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs, deren Erkrankung nach einer Chemotherapie und einer Immuntherapie weiter fortschreitet, besteht weiterhin Bedarf an wirksamen Behandlungsmöglichkeiten. Eine neue Option könnte das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Sacituzumab Tirumotecan sein. Es richtet sich gegen das Oberflächenprotein TROP2, das bei vielen Endometriumkarzinomen vermehrt auf den Tumorzellen vorkommt. Über die Bindung an dieses Protein soll der Wirkstoff gezielt in die Tumorzellen gelangen und dort seine zellschädigende Wirkung entfalten.

In der internationalen Phase-III-Studie TroFuse-005/ENGOT-en23/GOG-3095 wurde Sacituzumab Tirumotecan mit einer vom behandelnden Arzt/ Ärztin ausgewählten Standardbehandlung verglichen. An der Studie nahmen Patientinnen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs teil, die bereits mit einer platinbasierten Chemotherapie und einer Immuntherapie behandelt worden waren.

Die Ergebnisse zeigten einen Vorteil für Sacituzumab Tirumotecan: Nach zwölf Monaten lebten 29,4 Prozent der Patientinnen ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung. In der Vergleichsgruppe waren es 12,4 Prozent. Auch die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung war im Durchschnitt länger: Sie betrug 7,2 Monate unter Sacituzumab Tirumotecan gegenüber 3,9 Monaten unter der Vergleichsbehandlung. Das entspricht einer Verringerung des Risikos für ein Fortschreiten der Erkrankung oder einen Tod um etwa 40 Prozent.

Auch beim Gesamtüberleben zeigte sich ein Vorteil. Nach zwölf Monaten waren 63,4 Prozent der Patientinnen in der Sacituzumab-Tirumotecan-Gruppe noch am Leben, verglichen mit 50,8 Prozent in der Vergleichsgruppe. Das durchschnittliche Gesamtüberleben lag bei 19 Monaten gegenüber 12,1 Monaten. Insgesamt wurde das Sterberisiko durch die Behandlung mit Sacituzumab Tirumotecan um etwa 32 Prozent reduziert.

Ein großer Teil der Studienteilnehmerinnen hatte einen sogenannten pMMR-Tumor. Bei diesen Tumoren funktioniert das sogenannte DNA-Mismatch-Reparatursystem grundsätzlich. Außerdem wiesen knapp 80 Prozent der Patientinnen eine mittlere oder hohe Ausprägung des Zielproteins TROP2 auf. Die Studienergebnisse sind deshalb insbesondere für die Frage interessant, ob TROP2 künftig dabei helfen könnte, Patientinnen auszuwählen, die von einer Behandlung mit diesem ADC besonders profitieren.

KEYNOTE-C93/ENGOT-en15: Pembrolizumab als erste Behandlung bei dMMR-Tumoren

Die zweite vorgestellte Studie untersuchte eine andere Behandlungssituation: den Einsatz von Pembrolizumab als alleinige Immuntherapie bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs, deren Tumoren eine sogenannte dMMR-Eigenschaft aufweisen. Bei diesen Tumoren ist die Reparatur bestimmter Fehler im Erbgut der Zellen gestört. Dadurch können sich vermehrt genetische Veränderungen ansammeln, was sie unter anderem für eine Behandlung mit Immuntherapien empfänglicher machen kann.

In der Phase-III-Studie KEYNOTE-C93/GOG-3064/ENGOT-en15 wurde Pembrolizumab als alleinige Erstbehandlung mit einer platinbasierten Kombinationschemotherapie verglichen. Die vorgestellte Auswertung betrachtete das progressionsfreie Überleben nach 36 Monaten. Zu diesem Zeitpunkt lebten noch 52,8 Prozent der Patientinnen unter Pembrolizumab ohne Fortschreiten ihrer Erkrankung. In der Chemotherapiegruppe waren es 30 Prozent. Das Risiko für ein Fortschreiten der Erkrankung oder einen Tod war unter Pembrolizumab damit um etwa 43 Prozent geringer.

Beim Gesamtüberleben zeigte sich ebenfalls ein numerischer Vorteil für Pembrolizumab: Nach 36 Monaten waren 70,7 Prozent der Patientinnen in dieser Gruppe noch am Leben, verglichen mit 62 Prozent unter Chemotherapie. Der Unterschied erreichte in der vorliegenden Auswertung jedoch nicht die vorab festgelegte statistische Signifikanz.

Bei der Interpretation dieser Ergebnisse ist eine Besonderheit des Studiendesigns wichtig: Rund 85 Prozent der Patientinnen, deren Erkrankung unter der Chemotherapie fortgeschritten war, erhielten anschließend ebenfalls Pembrolizumab oder eine andere Immuntherapie. Dadurch lässt sich der Unterschied beim Gesamtüberleben zwischen den beiden Behandlungsgruppen nur eingeschränkt beurteilen. Zusätzliche statistische Auswertungen, die diesen Wechsel der Behandlung berücksichtigten, deuteten auf einen größeren Überlebensvorteil für Pembrolizumab hin.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine alleinige Immuntherapie bei Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom eine wirksame Erstbehandlungsoption sein kann. Allerdings wurde in der Studie als Vergleich eine Chemotherapie ohne zusätzliche Immuntherapie eingesetzt. Diese entspricht nicht mehr dem aktuellen Behandlungsstandard, der sich seit Beginn der Studie weiterentwickelt hat. Das schränkt die Übertragbarkeit des direkten Vergleichs auf die heutige Behandlungssituation ein.

Weitere Studien untersuchen Kombinationen mit ADCs

Neben den Ergebnissen der beiden Phase-III-Studien wurden auf dem ESMO-Kongress auch weitere Entwicklungen in der Behandlung von Endometriumkrebs diskutiert. Ein Schwerpunkt liegt auf Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, die künftig eine größere Rolle spielen könnten. Besonders wichtig wird dabei sein, geeignete Biomarker zu finden. Sie könnten helfen, die Behandlung gezielt auf die Eigenschaften des jeweiligen Tumors abzustimmen.

Mehrere laufende Studien untersuchen bereits Kombinationen aus ADCs und Immuntherapien. In der Studie TroFuse-033/GOG-3119/ENGOT-en29 wird Sacituzumab Tirumotecan zusammen mit Pembrolizumab als Erhaltungstherapie nach der Erstbehandlung geprüft. Die Studie BEHOLD-Endometrial02/GOG-3130/ENGOT-en33 untersucht das ADC Mocertatug Rezetecan in Kombination mit einer der beiden Immuntherapien Dostarlimab oder Pembrolizumab.

Die Studie DESTINY-Endometrial01/GOG-3098/ENGOT-en24 richtet sich an Patientinnen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem Endometriumkrebs, deren Tumoren HER2 aufweisen und gleichzeitig pMMR sind. Hier wird Trastuzumab Deruxtecan in Kombination mit einer Immuntherapie untersucht. Weitere Studien prüfen ebenfalls den Einsatz von ADCs bereits in der Erstbehandlung.

Insgesamt verdeutlichen die neuen Ergebnisse, dass sich die Behandlung des fortgeschrittenen oder wiederkehrenden Endometriumkarzinoms zunehmend weiter ausdifferenziert. Dabei spielen sowohl die molekularen Eigenschaften des Tumors als auch die bereits erfolgten Behandlungen eine wichtige Rolle bei der Auswahl geeigneter Therapien.

 

Quelle: ESMO 2026 (der Artikel ist auf Englisch)

Rezatapopt: Neue zielgerichtete Therapie bei Eierstock- und Gebärmutterkörperkrebs untersucht

Neue zielgerichtete Therapie bei Eierstock- und Gebärmutterkörperkrebs untersucht

Beim International Gynecologic Cancer Society (IGCS) Kongress in Montreal Anfang Oktober wurden neue Ergebnisse der laufenden Phase-II-Studie PYNNACLE zu Rezatapopt vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen neuen Wirkstoff, der gezielt bei Tumoren mit einer bestimmten Veränderung im TP53-Gen, der sogenannten TP53-Y220C-Mutation, eingesetzt wird. Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus einer Zwischenanalyse.

Wie funktioniert Rezatapopt?

Das TP53-Gen enthält den Bauplan für das Protein p53, das normalerweise dabei hilft, geschädigte Zellen zu erkennen und ihre weitere Vermehrung zu verhindern. Bei der TP53-Y220C-Mutation ist die Struktur dieses Proteins verändert und seine normale Funktion beeinträchtigt. Rezatapopt bindet gezielt an die veränderte Stelle des p53-Proteins und stabilisiert es wieder. Dadurch soll die ursprüngliche Funktion von p53 möglichst weitgehend wiederhergestellt werden. Der Wirkstoff gehört damit zu den sogenannten p53-Reaktivatoren.

Die PYNNACLE-Studie untersucht Rezatapopt als alleinige Behandlung bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, deren Tumor diese spezielle TP53-Y220C-Mutation aufweist. In der Studie werden verschiedene Krebsarten in eigenen Gruppen untersucht. Für gynäkologische Krebserkrankungen gibt es unter anderem eine Gruppe für Eierstock- und eine für Endometriumkrebs. Die behandelten Patientinnen waren teilweise bereits mehrfach mit anderen Therapien behandelt worden.

Welche Ergebnisse wurden bei gynäkologischen Tumoren beobachtet?

In der Auswertung wurden 76 Patientinnen mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs behandelt. Sie hatten im Durchschnitt bereits vier verschiedene systemische Therapien erhalten. Bei einem großen Teil der Patientinnen zeigte sich dennoch ein Ansprechen auf Rezatapopt.

Von den 72 Patientinnen, bei denen die Wirksamkeit ausgewertet werden konnte, erreichten 44,4 % eine objektive Tumorverkleinerung. Das bedeutet, dass sich der Tumor bei etwa vier von zehn Patientinnen unter der Behandlung messbar verkleinerte. Bei einem noch größeren Anteil konnte die Erkrankung zumindest unter Kontrolle gehalten werden, das heißt, der Tumor verkleinerte sich oder blieb über einen bestimmten Zeitraum stabil. Die Ergebnisse waren dabei auch bei Patientinnen vielversprechend, die bereits gegenüber anderen Therapien wie Bevacizumab oder PARP-Inhibitoren behandelt worden waren. Bei Patientinnen mit vorheriger PARP-Inhibitor-Therapie lag die objektive Ansprechrate beispielsweise bei 52,6 %.

Auch bei Patientinnen mit FRα-positiven und FRα-negativen Tumoren wurden Ansprechraten beobachtet. Damit deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass die Wirksamkeit von Rezatapopt nicht von einer bestimmten Ausprägung des Folatrezeptors α abhängig ist.

Auch bei den neun ausgewerteten Patientinnen mit Endometriumkrebs wurden vielversprechende Ergebnisse beobachtet. Hier lag die objektive Ansprechrate bei 55,6 %. Aufgrund der sehr kleinen Zahl an Patientinnen sind diese Ergebnisse allerdings noch mit großer Vorsicht zu interpretieren.

Wie gut wurde die Behandlung vertragen?

Auch hinsichtlich der Verträglichkeit zeigten sich in der bisherigen Auswertung überwiegend gut kontrollierbare Nebenwirkungen. Die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen waren Übelkeit, Müdigkeit und ein Anstieg des Kreatininwertes im Blut. Die meisten Nebenwirkungen waren leicht bis mittelgradig und vorübergehend. Bei sieben von 141 insgesamt ausgewerteten Patient:innen musste die Behandlung aufgrund von Nebenwirkungen beendet werden.

Was bedeuten die Ergebnisse?

Die bisherigen Ergebnisse sind insbesondere deshalb interessant, weil Rezatapopt gezielt eine bestimmte Veränderung des p53-Proteins angreift und auch bei stark vorbehandelten Patientinnen deutliche Tumorverkleinerungen beobachtet wurden. Damit könnte dieser Ansatz zukünftig eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen mit einer TP53-Y220C-Mutation darstellen.

Allerdings handelt es sich weiterhin um ein Prüfmedikament. Rezatapopt ist derzeit weder in Europa noch in den USA für die Behandlung von Krebs zugelassen. Die PYNNACLE-Studie läuft noch, sodass weitere Daten benötigt werden, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung besser beurteilen zu können. Entscheidend wird insbesondere sein, ob sich die bisher beobachteten Tumorverkleinerungen in größeren Patientengruppen bestätigen und langfristig zu einer Verlängerung der krankheitsfreien beziehungsweise Gesamtüberlebenszeit führen.

 

Quelle: Vortrag beim IGCS am 2. Oktober 2026

Neue Ergebnisse aus der EXPRESSION-Reihe: Patientinnenperspektiven im Mittelpunkt

Mit der EXPRESSION-Reihe untersucht die NOGGO seit mehreren Jahren die Erfahrungen, Bedürfnisse und Wahrnehmungen von Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen und Brustkrebs. Eine aktuelle Publikationen zeigen erneut, wie wichtig die Sichtweise der Patientinnen für eine gute medizinische Versorgung ist.

EXPRESSION XIII: Krebsversorgung während der COVID-19-Pandemie

Die EXPRESSION-XIII-Umfrage beschäftigte sich mit einer ganz anderen außergewöhnlichen Situation: Wie haben Patientinnen mit gynäkologischen Krebserkrankungen und Brustkrebs die Veränderungen der medizinischen Versorgung während der COVID-19-Pandemie erlebt? Zwischen Oktober 2020 und Februar 2022 wurden dazu an gynäkologisch-onkologischen Zentren in Deutschland insgesamt 778 Patientinnen ausgewertet.

Dabei zeigte sich, dass die Krebsversorgung trotz der großen Belastung des Gesundheitssystems weitgehend stabil blieb. Bei 77,1 % der Patientinnen blieb der Behandlungsplan unverändert, während bei 9 % Änderungen der Behandlung oder Termine angegeben wurden. Auch das Vertrauen in das Gesundheitssystem blieb insgesamt hoch: 83,4 % der Patientinnen gaben an, weiterhin Vertrauen in das Gesundheitssystem zu haben.

Deutlich stärker als die medizinische Versorgung war jedoch die psychische Belastung. Mehr als die Hälfte der Patientinnen berichtete während der Pandemie über Sorgen oder Ängste. Besonders jüngere Patientinnen waren von zusätzlichen Belastungen im Alltag betroffen, beispielsweise im Zusammenhang mit Arbeit, Schule oder Kinderbetreuung. Gleichzeitig war die Bereitschaft zu Schutzmaßnahmen hoch: 85,9 % der Befragten gaben an, sich gegen COVID-19 impfen lassen zu wollen.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine gute Krebsversorgung auch in Krisenzeiten aufrechterhalten werden kann. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass die psychische Unterstützung von Patientinnen stärker berücksichtigt werden sollte. Angebote wie psychoonkologische Unterstützung sowie Telefon- oder Videosprechstunden könnten dabei zukünftig eine wichtige Ergänzung darstellen.

Die Perspektive der Patientinnen liefert wichtige Erkenntnisse, die durch medizinische Daten allein nicht sichtbar werden. Die EXPRESSION-Reihe trägt dazu bei, diese Erfahrungen systematisch zu erfassen und daraus Ansatzpunkte für eine verständlichere Information, eine bessere Kommunikation und eine patientenorientierte Versorgung abzuleiten.

Quelle: Expression 13 (die Publikationen sind auf Englisch)

Neue Erkenntnisse vom ASCO 2026

Im Rahmen des NOGGO-Updates Gynäkologische Onkologie wurden die wichtigsten Studien zum diesjährigen ASCO-Kongress vorgestellt. 

RUBY-Studie: Langfristiger Nutzen der Immuntherapie bestätigt

Neue Langzeitdaten der RUBY-Studie bestätigen den anhaltenden Nutzen der Immuntherapie Dostarlimab in Kombination mit einer Chemotherapie bei Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom (Tumoren mit einer Störung der DNA-Reparatur).

Die Langzeitbeobachtung zeigt, dass viele Patientinnen dauerhaft von der Behandlung profitieren und langfristig ohne Fortschreiten der Erkrankung leben. Nach Einschätzung der Studienautorinnen und -autoren besteht bei einem Teil dieser Patientinnen sogar die Aussicht auf eine dauerhafte Krankheitskontrolle bis hin zu einer möglichen Heilung.

Die Ergebnisse unterstreichen damit den hohen Stellenwert der Kombination aus Dostarlimab und Chemotherapie bei Patientinnen mit dMMR-Endometriumkarzinom.

 

Kurzfassungen der vorgestellten Studien sind direkt auf der Seite vom ASCO zu finden (die Seite ist auf Englisch).

In den kommenden Tagen findet ihr aber auch kurze Videos zu den Highlights des ASCO auf unseren Social Media Kanälen!

 

Neuartige Behandlungsoptionen für die Behandlung von Endometriumkarzinomen im fortgeschrittenen Stadium

Neuartige Behandlungsoptionen für die Behandlung von
Endometriumkarzinomen im fortgeschrittenen Stadium

In dieser Sonderpräsentation von IGCS Advances & Updates erzählt Linda Ryan, eine Überlebende von metastasiertem rezidivierendem Gebärmutterhalskrebs und Verfechterin der Patientenforschung, ihre Geschichte und Erfahrungen mit klinischen Studien. Zu Linda gesellt sich ihr gynäkologischer Onkologe Dr. Shannon Westin, Professorin für gynäkologische Onkologie am MD Anderson Cancer Center der University of Texas in Houston, Texas. Hören Sie Linda und Dr. Westin zu, während sie über aktuelle Zulassungs- und Therapieoptionen für Patienten mit rezidivierendem Gebärmutterhalskrebs sprechen.

Quelle: https://igcs.org/educational-webinars/

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ASCO-Ergebnisse zum Endometriumkarzinom

ASCO-Ergebnisse zum Endometriumkarzinom

Gestern fand das 26. NOGGO-Update zur gynäkologischen Onkologie statt, bei dem wichtige Studien zum Endometriumkrebs von der ASCO 2025 vorgestellt wurden. Wir waren vor Ort und möchten die wichtigsten Erkenntnisse teilen:

DUO‑E‑Studie – ctDNA als wichtiger Marker

Die DUO‑E‑Studie hatte bereits 2024 gezeigt, dass die Kombination aus Chemotherapie, Durvalumab und Olaparib das Fortschreiten der Erkrankung sowohl bei Mismatch-Repair-defizienten (dMMR) als auch bei –fähigen (pMMR) Patientinnen deutlich verbessert hat. Eine aktuelle Analyse des zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) bestätigt nun:

  • Patientinnen mit hohem ctDNA-Niveau zu Beginn haben ein höheres Rezidivrisiko.

  • Bei allen behandelten Frauen sank das Level der ctDNA unter der Kombinationstherapie stärker im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie.

  • Besonders die Zugabe von Durvalumab führte zu einer schnellen ctDNA-Reduktion und hielt sie in der Erhaltungsphase niedrig.

  • Die zusätzliche Gabe von Olaparib in der Erhaltung hatte bei pMMR-Patientinnen einen weiteren positiven Einfluss auf die Reduktion von ctDNA.
    Das zeigt, dass die Therapie nicht nur das Fortschreiten hinauszögert, sondern auch nachweisbar Tumorlast reduziert .

RUBY‑Studie – Dostarlimab plus CTX bestätigt Nutzen

Erweiterte Auswertungen der RUBY-Studie zeigen, dass die Kombination aus Dostarlimab und Chemotherapie sowohl bei fortgeschrittenem als auch rezidivierendem Endometriumkrebs einen langanhaltenden klinischen Vorteil bringt:

  • Die Zeit bis zur ersten Therapieunterbrechung (TFST) und der Gesamtüberlebensvorteil konnten verlängert werden – unabhängig vom Mismatch-Status (dMMR oder pMMR).

  • Auch die Lebensqualität litt nicht unter der Immuntherapie – im Gegenteil: Patientinnen erholten sich in vergleichbarer Zeit wie unter Standardtherapie .
    Damit wird Dostarlimab plus Chemotherapie klar als neuer Standard bestätigt.

Phase‑2-Studie – Letrozol, Abemaciclib & Metformin

In einer kleineren Studie bei Östrogenrezeptor-positivem, rezidivierendem Endometriumkrebs erreichte die Kombination Letrozol + Abemaciclib + Metformin eine objektive Ansprechrate (= Anteil der Patientinnen, bei denen ein Tumor nachweislich kleiner wird oder ganz verschwindet) von 32 %. Die durchschnittliche Zeit, in der die Krankheit nicht voranschritt (PFS) lag bei 19,4 Monaten, und keine Patientin musste die Therapie wegen Nebenwirkungen abbrechen .
Das deutet auf einen sicheren und wirksamen neuen Therapieansatz hin – auch wenn eine Kostenübernahme durch Krankenkassen noch geprüft werden muss.

EXPRESSION XI – Umfragestudie

Die EXPRESSION XI-Studie zeigte ganz klar: Patientinnen wünschen sich strukturierte Nachsorgeangebote, vor allem zu Ernährung während der Therapie und sportlicher Aktivität danach. Das stärkt den Ruf nach gezielten Lifestyle-Programmen als fester Teil der Nachsorge.

Fazit für Patientinnen & Kliniken

Die vorgestellten Studien untermauern zentrale Fortschritte:

  • DUO‑E: Molekulare Tumorlast lässt sich durch Therapie messen – ein Schritt zu individueller Steuerung.

  • RUBY: Dostarlimab plus Chemotherapie bewährt sich als neue Standardbehandlung – wirksam und lebensqualitätsfreundlich.

  • Letrozol-Kombination: Zeigt vielversprechende Aktivität bei ER-positivem, rezidivierendem Endometriumkrebs.

  • Lifestyleprogramme: Sind wichtig für Patientinnen und sollten stärker im Versorgungssystem verankert werden.

Trotz dieser Entwicklungen gibt es aktuell noch keine Änderungen bei den Leitlinien. Die Daten sind aber vielversprechend und ebnen den Weg für zukünftige Therapieoptionen.

Prof. Sehouli von der Charité: Neue Therapiemöglichkeit für Endometriumkrebs-Patientinnen

Prof. Sehouli von der Charité: Neue Therapiemöglichkeit
für Endometriumkrebs-Patientinnen

Mutmachende Neuigkeiten für Betroffene mit Gebärmutterkrebs: In wenigen Wochen erweitert sich das Behandlungsspektrum. Frauen mit primärem fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom können künftig durch die Wirkstoffe Durvalumab und Olaparib behandelt werden.

Grundlage dieser neuen Therapiemöglichkeit sind die Ergebnisse aus der Phase-III-Studie DUO-E. Die Studie wurde im Rahmen der ENGOT (Netzwerk Europäischer Studiengruppen) und in Deutschland durch die NOGGO koordiniert (www.noggo.de).

Die Studie untersuchte den Einsatz von Durvalumab (einem neuartigen Checkpoint-Hemmer) und Olaparib bei Gebärmutterkrebspatientinnen. Bisher wurde Olaparib nur bei bestimmten Patientinnen mit Eierstockkrebs und Brustkrebs eingesetzt. Nach der Studie DUO-E kann nun als Erstlinienbehandlung Durvalumab plus Chemotherapie, gefolgt von Durvalumab und Olaparib bei Patientinnen mit Mismatch-Reparatur-fähiger (pMMR) Erkrankung empfohlen werden sowie Durvalumab plus Chemotherapie, gefolgt von Durvalumab allein, für Patientinnen mit Mismatch-Reparatur-defizienter Erkrankung (dMMR). Der Mismatch-Status bestimmt die Reparaturfähigkeit der Tumorzellen im Tumorgewebe.

Beide Therapien zeigten in der Studie eine statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Die Empfehlung zur Zulassung erfolgte durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA).

Dieses Ergebnis und die daraus resultierende neue Behandlungsoption sind ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig die Teilnahme an Studien ist.

Neue Hoffnung für Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Neue Hoffnung für Patientinnen mit fortgeschrittenem Endometriumkarzinom

Eine neue Studie von Karyopharm Therapeutics bietet vielversprechende Ergebnisse für Frauen mit fortgeschrittenem oder wiederkehrendem TP53 Wildtyp-Endometriumkarzinom. Die SIENDO-Studie, präsentiert auf der ASCO-Jahrestagung 2024, untersucht die Wirkung von Selinexor als Erhaltungstherapie.

Ergebnisse der Studie:

  • Progressionsfreies Überleben (PFS): Patientinnen, die Selinexor erhielten, zeigten eine mediane PFS von 28,4 Monaten im Vergleich zu 5,2 Monaten bei der Placebogruppe.
  • Spezifische Untergruppen: Für TP53 Wildtyp/pMMR-Patientinnen betrug die mediane PFS 39,5 Monate (Selinexor) vs. 4,9 Monate (Placebo).
  • Lebensqualität: Die Q-TWiST-Analyse zeigte eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität und -dauer bei Selinexor-behandelten Patientinnen.

Sicherheit: Keine neuen Sicherheitssignale wurden festgestellt. Die häufigsten Nebenwirkungen waren leichte bis mittelschwere Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Dr. Reshma Rangwala von Karyopharm betont, dass diese Ergebnisse Selinexor als potenzielle neue Standard-Erhaltungstherapie positionieren könnten. Eine weitere Phase-3-Studie wird folgen, um diese vielversprechenden Ergebnisse zu bestätigen.

Für mehr Informationen und Details zur Studie besuchen Sie bitte die Website von Karyopharm hier.

Krebspodcast für Ärzt:innen – Endometriumkarzinom – ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz

Krebspodcast für Ärzt:innen – Endometriumkarzinom –
ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz

Neue Folge: der Krebs-Podcast mit Dr. med. Robert Armbrust und Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli. Im Gespräch geht es um das Endometriumkarzinom – ein Tumor mit einer steigenden Inzidenz.

Diese Podcast-Folge ist speziell für Ärzt:innen.

Jetzt reinhören:
https://www.krebs-podcast.de/podcasts/endometriumkarzinom-ein-tumor-mit-steigender-inzidenz/

Gebärmutterkörperkrebs: Was ist heute die beste Therapie? Was sind die neuesten Studien? Vortrag von Dr. Robert Armbrust

Gebärmutterkörperkrebs: Was ist heute die beste Therapie?
Was sind die neuesten Studien? Vortrag von Dr. Robert Armbrust

Im Rahmen des Studientages 2023 hält Dr. Robert Armbrust von der Charité Berlin einen Vortrag den besten Therapien und neuesten Studien zum Gebärmutterkörperkrebs.

Der Studientag für Patientinnen und Angehörige fand am 07.02.2023 statt und war eine Veranstaltung der Deutschen Stiftung Eierstockkrebs, des Studienportals Gyn und des Forum Gyn Onkologie in Kooperation mit: NOGGO e.V., Deutsche Sarkom-Stiftung, AGO Studiengruppe, Europäisches Kompetenzzentrum für Eierstockkrebs, Survivorship Clinic, Institut für Klinische Krebsforschung, Gynäkologische Krebserkrankungen Deutschland e.V., MammaMia!, Yes we can!cer, Thea-App, Focus Me-App und Das K-Wort. Mit Unterstützung von: AstraZeneca, MSD, Pharmamar und Roche.

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